Oldtimer-Rescue Werkstatt
Zertifiziert nach DGUV 209-093

Meine Hochvolt-Qualifikation
Stufe 3E – Arbeiten unter Spannung

Elektroautos arbeiten mit lebensgefährlicher Spannung. Deshalb bin ich nach DGUV Information 209-093 bis zur höchsten Stufe qualifiziert – hier findest du meine Zertifikate und was die einzelnen Stufen bedeuten.

Warum ich eine Hochvolt-Qualifikation habe

Ein Elektroauto ist kein Oldtimer. Im Akku stecken mehrere hundert Volt Gleichspannung, und die lässt sich nicht einfach „abklemmen“ wie eine 12-Volt-Batterie. Wer an Hochvolt-Komponenten arbeitet, muss genau wissen, was er tut – zum eigenen Schutz und zum Schutz aller anderen in der Werkstatt.

Deshalb habe ich im Oktober 2025 die komplette Hochvolt-Qualifizierung nach DGUV Information 209-093 durchlaufen: von der Sensibilisierung (Stufe S) über die fachkundige Person Hochvolt (Stufe 2E, inklusive 1E) bis zur höchsten Stufe 3E – Arbeiten unter Spannung. Alle Prüfungen habe ich erfolgreich abgelegt.

Für meine Rettungsprojekte heißt das: Ich kann Hochvoltsysteme fachgerecht freischalten, die Spannungsfreiheit sicher prüfen, Isolationswiderstände messen und – wo nötig – auch an Systemen arbeiten, bei denen Spannung anliegt. Gerade bei aufgegebenen Fahrzeugen mit Akkufehlern oder Schäden ist das oft der entscheidende Unterschied.

Die Hochvolt-Stufen einfach erklärt

Die Qualifikation ist in Stufen aufgebaut, die aufeinander aufbauen. Ich habe alle Stufen bis 3E abgeschlossen.

Stufe S: Sensibilisierte Person

Grundwissen für alle, die Elektrofahrzeuge bewegen, waschen oder einfache Arbeiten ohne Bezug zum Hochvoltsystem erledigen – etwa Reifenwechsel oder Pflege.

✓ abgeschlossen

Stufe 1E: Fachkundig unterwiesene Person

Mechanische Arbeiten und Arbeiten am 12-Volt-Bordnetz, solange das Hochvoltsystem von einer Fachkraft freigeschaltet und freigegeben wurde.

✓ abgeschlossen

Stufe 2E: Fachkundige Person Hochvolt

Die eigentliche Hochvolt-Fachkraft: Sie schaltet das System frei, sichert es gegen Wiedereinschalten, prüft die Spannungsfreiheit und gibt Arbeiten frei.

✓ abgeschlossen

Stufe 3E: Arbeiten unter Spannung

Die höchste Stufe. Sie qualifiziert für Arbeiten, bei denen Spannung anliegt – zum Beispiel, wenn sich ein beschädigtes Fahrzeug nicht sicher freischalten lässt, oder bei Messungen und Montagen an aktiven Hochvolt-Batteriespeichern.

✓ abgeschlossen – höchste Stufe

Meine Zertifikate

Ausgestellt von der WE Mobility Academy GmbH. Zum Vergrößern einfach anklicken.

Höchste Stufe Zertifikat Stufe 3E: Arbeiten unter Spannung – Ralph Meck, WE Mobility Academy

Stufe 3E: Arbeiten unter Spannung

Online-Theorie am 09.10.2025, Praxis und Prüfung am 18. und 19.10.2025 in Hockenheim. 24 Unterrichtseinheiten nach DGUV Information 209-093 und DGUV Regel 103-011.

Zertifikat Stufe 2E: Fachkundige Person Hochvolt (FHV) – Ralph Meck, WE Mobility Academy

Stufe 2E: Fachkundige Person Hochvolt (FHV)

Online am 07. und 08.10.2025, Praxis und Prüfung am 16. und 17.10.2025 in Hockenheim. 48 Unterrichtseinheiten einschließlich der Stufen S und 1E.

Zertifikat Stufe S: Sensibilisierte Person – Ralph Meck, WE Mobility Academy

Stufe S: Sensibilisierte Person

Grundlagen der Elektromobilität, Ladesysteme, Gefahren und Verhalten bei Unfällen. Abgeschlossen am 12.10.2025.

Was ich gelernt und praktisch geübt habe

Freischalten & Spannungsfreiheit

Hochvoltsystem eines Elektrofahrzeugs freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern und die Spannungsfreiheit nach festen Regeln prüfen.

Messen am Hochvoltsystem

Isolationswiderstand und Potentialausgleich messen – die Grundlage, um Isolationsfehler sauber einzugrenzen.

Arbeiten unter Spannung

Sichere Arbeitsverfahren an aktiven Hochvoltsystemen, zum Beispiel das Messen der Batteriespannung im eingeschalteten Zustand oder Montagearbeiten an einem Hochvolt-Batteriespeicher.

Hochvolt-Energiespeicher

Arten, Aufbau, Eigenschaften und Gefährdungspotenzial von Hochvolt-Batterien – und worauf es beim Transport von Batteriesystemen ankommt.

Gefahren erkennen

Elektrische Gefährdungen, Störlichtbogen, Schutzmaßnahmen und Erste Hilfe – Risiken selbstständig erkennen, bevor etwas passiert.

Organisation & Verantwortung

Anforderungen aus DGUV Vorschrift 3 und DGUV Regel 103-011, Fach- und Führungsverantwortung sowie die Organisation sicherer Arbeitsabläufe.

Wo ich gelernt habe: die Mobility Academy

Meine Hochvolt-Qualifikation habe ich bei der WE Mobility Academy gemacht. Das Unternehmen mit Sitz in Winsen (Luhe) wurde 2021 von Jonathan Wenk gegründet und hat seine Wurzeln in der Formula Student – dem internationalen Konstruktionswettbewerb für Studierende, bei dem Teams eigene Rennwagen mit Elektroantrieb bauen. Studierende Teams schult die Academy nach eigenen Angaben bis heute kostenfrei.

Die Academy bildet markenübergreifend nach DGUV Information 209-093 aus – von der Stufe S bis zur Stufe 3E. Die Lehrgänge sind modular aufgebaut: Die Theorie läuft online, die Praxis findet an echten Fahrzeugen und Komponenten statt, entweder an Schulungsstandorten wie in meinem Fall Hockenheim oder direkt als Inhouse-Schulung im Betrieb. Zu den Teilnehmenden gehören freie Werkstätten, Sachverständige und Gutachter, Fahrzeugentwickler, Zulieferer und Industriebetriebe.

Nach eigenen Angaben hat die Academy bereits über 6.000 Personen qualifiziert (Stand Oktober 2026). Mir hat besonders gefallen, wie praxisnah die Ausbildung war: Freischalten, Messen und Arbeiten unter Spannung wurden nicht nur erklärt, sondern am realen Fahrzeug und Batteriespeicher geübt.

Wer selbst eine Hochvolt-Qualifikation braucht – als Werkstatt, Gutachter oder Betrieb mit Elektrofahrzeugen –, findet bei der Mobility Academy einen guten Einstieg. Im Wissensbereich gibt es außerdem verständliche Fachartikel rund um Hochvolt-Sicherheit:

Hochvolt-Qualifikation – Fragen & Antworten

Was bedeutet Hochvolt-Qualifikation Stufe 3E?

Stufe 3E ist die höchste Qualifikationsstufe nach DGUV Information 209-093. Sie qualifiziert für Arbeiten an Hochvolt-Systemen von Fahrzeugen, bei denen Spannung anliegt – also dann, wenn ein Freischalten nicht möglich oder technisch nicht sinnvoll ist. Voraussetzung ist die Stufe 2E.

Was ist der Unterschied zwischen Stufe 2E und 3E?

Mit Stufe 2E arbeitet man am freigeschalteten, spannungsfreien Hochvoltsystem: freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit prüfen. Stufe 3E geht darüber hinaus und umfasst sichere Arbeitsverfahren für Arbeiten unter Spannung, etwa an beschädigten Fahrzeugen oder Batteriespeichern.

Warum braucht man für Arbeiten am E-Auto eine Qualifikation?

Als Hochvolt gelten im Fahrzeug Spannungen ab 60 Volt Gleichspannung beziehungsweise 30 Volt Wechselspannung. Moderne Elektroautos arbeiten mit 400 bis 800 Volt Gleichspannung – eine Berührung kann lebensgefährlich sein. Deshalb regelt die DGUV Information 209-093, wer welche Arbeiten ausführen darf.

Darf ich als Privatperson selbst an meinem Elektroauto schrauben?

Arbeiten, die das Hochvoltsystem nicht berühren, sind meist kein Problem – etwa Reifen, Bremsen oder Innenraum. Alles mit orangefarbenen Leitungen und Hochvolt-Komponenten gehört in qualifizierte Hände. Was genau erlaubt ist, erkläre ich in meinem Beitrag „Was darf man am Elektroauto selbst reparieren?“.

Wo hast du die Qualifikation gemacht?

Bei der WE Mobility Academy GmbH aus Winsen (Luhe). Die Theorie lief online, Praxis und Prüfungen fanden im Oktober 2025 in Hockenheim statt.

Dein E-Auto hat einen Hochvoltfehler?

Akkufehler, Isolationsfehler oder ein Fahrzeug, das sich nicht mehr starten lässt: Genau solche Fälle sind meine Rettungsprojekte. Beschreib mir dein Fahrzeug – ich schaue es mir ehrlich an.

Dein E-Auto mit Hochvoltfehler anbieten

Sende mir die wichtigsten Daten deines Autos. Ich melde mich mit einer ehrlichen Rückmeldung.

Unverbindliche Anfrage. Ich melde mich persönlich bei dir.